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Malteserstift Haus St. Birgitta

Pflegeleitbild/-konzept

Unser Pflegeleitbild

Maßstäbe unseres christlich geprägten pflegerischen Handelns sind die Bedürfnisse der Bewohner, ihre körperlichen, geistigen und sozialen Fähigkeiten. Unsere hohe Pflegequalität ist an den aktuellen pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen ausgerichtet.

Der Bewohner steht im Mittelpunkt unseres ganzheitlichen Handelns.
Wir organisieren unseren Pflegealltag so, dass der Bewohner möglichst eigenverantwortlich seinen Tagesablauf mitgestalten kann. Dabei fördern wir die Selbstständigkeit des Bewohners, indem sich unsere Pflegehandlungen an seinen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten orientieren.

Wir respektieren die Werte, nach denen der Bewohner lebt. Wir achten insbesondere auf die Wahrung seiner Würde in allen Lebens-, Pflege- und Betreuungssituationen.

Die zugewandte Begleitung und Betreuung dementiell erkrankter und sterbender Bewohner ist für uns ein elementarer Bestandteil des Pflegealltags.

Wir gewährleisten eine qualitativ hochwertige Pflege und Betreuung nach dem vierstufigen WHO-Pflegeprozess.
Wir formulieren für jeden Bewohner eine individuelle Tagesstruktur unter Berücksichtigung seiner Bedürfnisse und Wünsche, der Biographie, der aktuellen Lebensumstände, der Ressourcen und der medizinisch-therapeutischen Notwendigkeiten.

Durch einen kontinuierlichen Informationsfluss sowie durch das Bezugspflegesystem gewährleisten wir die gleichbleibende Pflege und Betreuung der Bewohner.  Dabei beziehen wir Angehörige mit ein. Wir reflektieren unser Handeln bei der Durchführung der täglichen Pflege- und Betreuungsleistungen und passen die Tagesstruktur dem sich ändernden Bedarf an.

Zur Sicherung unserer Pflegequalität setzen wir weitere Instrumente, wie Fort- und Weiterbildungen, Expertenstandards, Dienstübergaben, (ethische) Fallbesprechungen, Pflegevisiten und Mitarbeitervisiten ein.

Wir aktualisieren unser Fachwissen nach den neuesten Erkenntnissen der Pflegeforschung und setzen diese in die Praxis um.

Unser Pflegekonzept

Das Alten -und Pflegeheim Haus St. Birgitta in Travemünde ist ein Haus in Trägerschaft der Malteser Norddeutschland gGmbH. Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht der Mensch mit seinen individuell ausgerichteten Bedürfnissen.

Unserer Pflege liegt die Theorie und das Pflegemodell von Liliane Juchli zugrunde. Sie sieht die Pflege als Kunst an, in der Nächstenliebe und Helfenwollen die Motivationsgrundlagen bilden. Dies bedeutet, dass das Leben als Prozess von der Empfängnis bis zum Tode betrachtet wird, in dem sich der Mensch mit seinen Lebensaktivitäten zwischen vollkommener Abhängigkeit und vollkommener Unabhängigkeit bewegt.

Vordergründiges Ziel unserer Pflege ist die Hilfe zur Selbsthilfe, die Motivation der uns Anvertrauten. Auch wenn dies nicht mehr möglich sein sollte, bleiben Selbstbestimmung und Unabhängigkeit im Rahmen unserer Möglichkeiten Ziel unserer Pflege.

Unser Pflegepersonal unterstützt nicht nur bei Wiedererlangung von Selbstbestimmung und Unabhängigkeit, sondern beugt auch einer Beeinträchtigung vor. Der Individualität des Einzelnen (Körper, Geist und Seele) muss dabei in hohem Maße Rechnung getragen werden. Wir orientieren uns an den 12 Aktivitäten des täglichen Lebens von Liliane Juchli (siehe unten). Wir möchten den Menschen, die bei uns leben, mit uns arbeiten oder uns besuchen, in angemessener Weise nahe sein und auch die Grenzen der seelischen und körperlichen Kräfte unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beachten.

Um unsere gemeinsamen Ziele zu verwirklichen ist es erforderlich, dass wir Probleme wahrnehmen, diese hinterfragen, gegebenenfalls Verbesserungsvorschläge machen und somit eine optimale Problemlösung ermöglichen.

Die Pflege in unserem Hause gestaltet sich als Handlungs -und Beziehungsprozess. Der Prozess schließt auch das Recht ein, Fehler zu machen; diese nutzen wir als Chance zum Lernen. Alle Mitarbeiter des Hauses, insbesondere die leitenden Mitarbeiter, wirken maßgeblich an der Umsetzung der Ziele mit.

Qualität wird in unserem Hause als positives Bestreben verstanden, eventuelle Schwachstellen in der Pflege zu finden und diese aufzuarbeiten, um damit die Pflegequalität zu steigern.

  1. Wach sein und schlafen
    Anpassung an den 24-Stunden-Rhythmus im Gleichgewicht von Wachen und schlafen
  2. Sich bewegen
    Aufrechterhaltung des Tonusgleichgewichts von Bewegung und Statik
  3. Sich waschen und kleiden
    Verantwortung und Unabhängigkeit für die persönliche Pflege
  4. Essen und trinken 
    Aufrechterhaltung von genügender Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme
  5. Ausscheiden
    Regulierung des Ausscheidungsvorgangs und Kontrolle der Ausscheidung
  6. Körpertemperatur regulieren
    Erhaltung der Wärme-Kälte-Regulation
  7. Atmen
    Aufrechterhaltung des Lebens durch normale Atmung
  8. Für Sicherheit sorgen
    Verhüten von Risiken, Gefahren und Schäden - Sorge für die Lebenswelt
  9. Raum und Zeit gestalten - arbeiten und spielen
    Aufrechterhaltung des Gleichgewichts zwischen Aktivität und Passivität, zwischen Arbeit und Muße, Beziehung zur Umwelt
  10. Kommunizieren
    Gleichgewicht zwischen Individualität und Sozialität, Rückzug und Interaktion
  11. Kind, Frau, Mann sein
    Aufrechterhaltung der menschlichen Fortpflanzung und des Gleichgewichts zwischen männlichen und weiblichen Lebensbezügen
  12. Sinn finden im Werden, Sein, Vergehen
    Bewältigen von Lebens- und Entwicklungsprozessen, Bezug zur Religion und Ethik, zu Lebensfragen und Sterben

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