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Malteserstift Haus St. Birgitta

Unsere Namenspatronin

Die Heilige Birgitta

Die Heilige Birgitta

Birgitta von Schweden (1303-1373) entstammte einer der mächtigsten Familien Schwedens. Ihr Vater war Vorsitzender Richter in Uppland, Großgrundbesitzer und Mitglied des königlichen Reichsrates. Ihre Mutter war verwandt mit dem damals regierenden Königsgeschlecht.

Bereits in frühen Jahren wollte Birgitta in ein Kloster eintreten und soll Visionen erlebt haben: So erschien ihr die Jungfrau Maria, die ihr eine goldene Krone auf den Kopf setzte, sowie der gekreuzigte Jesus Christus. Im Alter von 13 Jahren wurde sie mit dem Edlen Ulf Gudmarsson verheiratet und zog als Haus- und Ehefrau in die Burg von Ulvåsa, wo beide gemeinsam über zwanzig Jahre lebten. In dieser Zeit gebar Birgitta vier Jungen und vier Mädchen. Zudem kümmerte sich Birgitta um Frauen, die aus unterschiedlichen Gründen aus der Gesellschaft ausgeschlossen waren.

1339 begab Birgitta sich mit ihrem Mann Ulf auf ihre erste Wallfahrt zum Nidarosdom in Trondheim (Norwegen). Zwei Jahre später pilgerten sie nach Santiago de Compostela in Spanien. Auf der Heimreise erkrankte Ulf und starb 1344. Birgitta schilderte zu dieser Zeit ihre Offenbarungen, in denen sie sich als "Braut und Sprachrohr Christi" sah. Sie begann ein streng asketisches Leben, hielt sich jedoch auch am königlichen Hof auf. Weitere Visionen veranlassten sie zur Gründung einer neuen Ordensgemeinschaft im schwedischen Vadstena am Vätternsee. Im selben Jahr verließ sie Schweden und siedelte entsprechend ihren Offenbarungen nach Rom über. Dort erbat sie die päpstliche Genehmigung ihrer Ordensregeln für den Erlöserorden, heute meist "Birgitten" genannt. 1370 gab Papst Urban V. seine Erlaubnis zur Gründung des Erlöserordens.

Bereits kurz nach ihrem Tod begann ihre Tochter, Nachrichten über ihr Leben und Berichte über die nach ihrem Tod von ihr bewirkten Wunder zu sammeln. Am 7. Oktober 1391 wurde Birgitta heiliggesprochen. Papst Johannes Paul II. erhob sie am 1. Oktober 1999 zusammen mit Katharina von Siena und Edith Stein zur Patronin Europas.

Als Beraterin von Adeligen und zweier Päpste tadelte Birgitta ohne Scheu die Lebensführung von geistlichen und adligen Würdenträgern und setzte sich darüber hinaus für eine Friedenspolitikbeim beim Hundertjährigen Krieg zwischen England und Frankreich sowie bei der ab 1375 drohenden Kirchenspaltung ein.

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